Die „Men in Black“-Filme gehören zu den erfolgreichsten Science-Fiction-Komödien der Filmgeschichte. Das ungleiche Duo aus dem coolen Agent J (Will Smith) und dem knurrigen Agent K (Tommy Lee Jones) begeisterte weltweit Millionen von Zuschauern. Die Mischung aus Alien-Jagd, schwarzem Humor und spektakulären Effekten machte die Reihe zum Kult. Insgesamt spielten die drei Filme über 1,9 Milliarden Dollar an den Kinokassen ein. Doch was viele Fans nicht wissen: Der Dreh der Filme war nicht immer harmonisch – und ein bestimmtes Problem sorgte immer wieder für Chaos am Set. Die Rede ist von den berüchtigten Fürzen von Will Smith.
Die Handlung von „Men in Black 3“
Bevor wir uns den kuriosen Hintergründen widmen, ein kurzer Rückblick auf die Handlung des dritten Teils, der am 22. Mai 2025 bei RTL Zwei ausgestrahlt wurde und auch bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video verfügbar ist. In „Men in Black 3“ entkommt der gefährliche Alien-Bösewicht Boris the Animal (Jemaine Clement) aus einem Hochsicherheitsgefängnis auf dem Mond. Er reist in die Vergangenheit, um seinen Erzfeind Agent K zu töten, bevor dieser ihn einst festnehmen konnte. Als Agent J (Will Smith) in der Gegenwart feststellt, dass sein Partner plötzlich nicht mehr existiert, muss er selbst in das Jahr 1969 zurückreisen. Dort trifft er auf den jungen K (Josh Brolin) und versucht gemeinsam mit ihm, die Zeitlinie zu retten und eine außerirdische Invasion zu verhindern. Der Film kombiniert Zeitreise-Action mit den typischen witzigen Dialogen und den ikonischen Schwarz-Weiß-Anzügen.
Der finanzielle Erfolg trotz Widrigkeiten
„Men in Black 3“ spielte an den Kinokassen weltweit über 654 Millionen Dollar ein – mehr als jeder andere Teil der Reihe. Das ist beachtlich, denn der Film hatte mit einigen Produktionsproblemen zu kämpfen. Neben den üblichen Herausforderungen eines großen Blockbusters gab es ein sehr spezielles Problem, das die gesamte Crew an den Rand des Wahnsinns trieb: die Flatulenz von Hauptdarsteller Will Smith.
Was Regisseur Barry Sonnenfeld verriet
Barry Sonnenfeld, der alle drei „Men in Black“-Filme inszenierte, gab im Podcast „Let's Talk Off Camera With Kelly Ripa“ ein offenes und detailreiches Interview. Dabei sprach er erstmals öffentlich über die unangenehme Situation am Set. „Will Smith ist ein Furzer“, sagte Sonnenfeld ohne Umschweife. „Man möchte sich wirklich nicht mit einem Will-Smith-Furz in einem kleinen, hermetisch abgeriegelten Raum aufhalten. Man will nicht einmal neben ihm auf der Disney-Ranch sitzen.“ Der Regisseur schilderte eine besonders krasse Szene aus dem ersten Teil, bei der Smith und Tommy Lee Jones in einem engen Auto sitzen mussten. „Wir haben das Set etwa drei Stunden lang evakuiert. Die Luft war völlig unerträglich. Die gesamte Crew musste raus, bis der Gestank verflogen war.“
Die Hintergründe der Flatulenz
Doch warum hatte Will Smith überhaupt so starke Blähungen? Laut Sonnenfeld hing dies mit der Ernährung des Schauspielers zusammen. Smith soll während der Dreharbeiten eine spezielle Diät verfolgt haben, die reich an Proteinen und Ballaststoffen war – darunter viel Brokkoli, Bohnen und proteinreiche Shakes. Diese Kombination führte offenbar zu einer überdurchschnittlichen Gasproduktion. Hinzu kam, dass die engen Anzüge der Men in Black die Luft zusätzlich komprimierten, was die Situation noch verschlimmerte. Die Dreharbeiten wurden mehrfach unterbrochen, weil die Schauspieler und das Filmteam die unerträglichen Gerüche nicht mehr aushielten. Besonders betroffen war Tommy Lee Jones, der bekanntermaßen sehr professionell und stoisch ist – aber selbst er bat mehrmals um Drehpausen.
Will Smiths Karriere und der Einfluss auf das Set
Will Smith war zu der Zeit bereits ein Superstar. Nach seinen Anfängen als Rapper („Parents Just Don't Understand“, „Summertime“) und seiner Rolle in der Sitcom „Der Prinz von Bel-Air“ war er mit Filmen wie „Independence Day“, „Bad Boys“ und „Men in Black“ zum internationalen Publikumsmagneten aufgestiegen. Sein Ego soll laut einigen Berichten ebenfalls beträchtlich gewesen sein, doch die Flatulenz war ein Problem, das alle gleichermaßen betraf. Sonnenfeld betonte, dass Smith trotz der körperlichen Unannehmlichkeiten ein äußerst professioneller und freundlicher Schauspieler sei. Die Fürze seien einfach ein unbeabsichtigter Nebeneffekt seines Lebensstils gewesen. Dennoch sorgten sie für viele Lacher und auch für Frustration am Set.
Vergleich zu anderen Anekdoten aus Hollywood
Solche kuriosen Geschichten sind in Hollywood keine Seltenheit. Auch andere Stars haben mit seltsamen Marotten oder körperlichen Eigenheiten für Aufsehen gesorgt. So soll beispielsweise Daniel Day-Lewis während der Dreharbeiten zu „There Will Be Blood“ in seiner Rolle als Öl-Baron so sehr aufgegangen sein, dass er ständig nach Öl stank. Oder die Geschichte von Leonardo DiCaprio, der sich bei „The Revenant“ weigerte, eine synthetische Bärenhaut zu tragen, weil er auf „authentische“ Requisiten bestand. Doch die Flatulenz von Will Smith ist wohl eine der amüsantesten Anekdoten, weil sie so alltäglich und gleichzeitig so unangenehm ist.
Die Reaktionen der Fans und der Medien
Nachdem Sonnenfelds Interview publik wurde, sorgte die Enthüllung in den sozialen Medien für eine Welle der Belustigung. Viele Fans teilten Memes über die Fürze von Will Smith und erinnerten an ähnliche Szenen in Filmen, in denen die Darsteller selbst über Blähungen scherzen. Auch die deutsche Presse griff die Geschichte auf. So berichtete unter anderem die „Bild“-Zeitung über den Vorfall. Die ironische Wendung: Ausgerechnet ein Film, der von Außerirdischen handelt, hatte mit den irdischsten Gerüchen zu kämpfen. Der Kultstatus der Reihe wurde durch diese kuriose Geschichte nur noch verstärkt.
Die weiteren Auswirkungen auf die Produktion
Die Unterbrechungen durch die flatulenten Ausbrüche führten zu erheblichen Verzögerungen. Das Budget des Films, das bei rund 225 Millionen Dollar lag, musste nachjustiert werden. Zwar waren die Verspätungen nicht katastrophal, aber sie kosteten Zeit und Geld. Sonnenfeld erklärte, dass man irgendwann einen speziellen Lüfter installierte, der die Luft im Set umwälzen sollte. Außerdem wurden den Schauspielern mints und Kaugummis angeboten, um die Gerüche zu überdecken. Doch letztlich half nur eins: Abstand halten. In den Szenen, in denen Smith und Jones gemeinsam in einem Fahrzeug saßen, wurden die Aufnahmen so kurz wie möglich gehalten. Die Postproduktion übernahm dann den Rest mit Schnitten und Tricks, um die Illusion von langen, kontinuierlichen Fahrten zu wahren.
Der kulturelle Einfluss von „Men in Black“
Abseits der Flatulenz-Geschichte ist „Men in Black“ ein Phänomen, das weit über die Filme hinausgeht. Die ikonischen Sonnenbrillen, die schwarzen Anzüge und die „Neuralyzer“ – mit dem das Gedächtnis von Zeugen gelöscht wird – sind feste Bestandteile der Popkultur geworden. Die Filme haben sogar eine Zeichentrickserie und mehrere Videospiele hervorgebracht. Will Smiths Figur Agent J ist zudem ein Vorbild für viele junge Zuschauer gewesen: ein schwarzer Schauspieler in einer der Hauptrollen einer großen Sci-Fi-Reihe war damals noch selten. Smiths charismatischer und humorvoller Stil trug wesentlich zum Erfolg bei. Auch wenn die Fürze die Dreharbeiten erschwerten, so mindern sie nicht die Leistung des Stars.
Ausblick auf die Zukunft der Reihe
Nach „Men in Black 3“ im Jahr 2012 folgte 2019 ein Spin-off mit dem Titel „Men in Black: International“, in dem Chris Hemsworth und Tessa Thompson die neuen Agenten spielten. Der Film war kommerziell weniger erfolgreich und erhielt gemischte Kritiken. Eine Rückkehr von Will Smith als Agent J scheint unwahrscheinlich, doch Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung oder einen weiteren Neustart kursieren immer wieder. Fest steht, dass das Franchise noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist. Und die Geschichte von Smiths Flatulenz wird wohl noch viele Jahre als amüsante Anekdote weitererzählt werden.
Für alle, die „Men in Black 3“ noch nicht gesehen haben oder das Erlebnis wiederholen möchten: Der Film ist unter anderem bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video im Abonnement oder als Kauf- und Leihtitel verfügbar. Auch die beiden Vorgänger sowie das Spin-off sind dort zu finden. Ein Tipp: Beim Anschauen vielleicht das Fenster einen Spalt öffnen – nicht wegen des Films, sondern aus Solidarität zu der Crew, die einst unter den berüchtigten Gerüchen gelitten hat.
Weitere kuriose Set-Geschichten aus Hollywood
Die Filmgeschichte ist voll von skurrilen Vorfällen. So musste etwa bei „Der Herr der Ringe“ die gesamte Besetzung wegen eines besonders starken Schweißgeruchs eines Statisten umgelagert werden. Oder bei „Titanic“ soll Leonardo DiCaprio so viel gefroren haben, dass er ständig warme Getränke brauchte. Die Liste ist lang. Doch die Flatulenz von Will Smith bleibt einzigartig, weil sie ein so menschliches und unkontrollierbares Phänomen ist. Sie zeigt, dass selbst die größten Stars mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben – und dass der Beruf des Schauspielers nicht immer glamourös ist. Im Fall von „Men in Black“ trug dies auf merkwürdige Weise zur Authentizität bei: Die Anspannung zwischen den Agenten J und K, die im Film oft gezeigt wird, bekam durch die realen Geruchsbelästigungen eine ganz neue Dimension.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Men-in-Black-Reihe nicht nur wegen ihrer Alien-Jagden und coolen Gadgets in Erinnerung bleibt, sondern auch wegen der menschlichen Geschichten hinter den Kulissen. Will Smith, der durch sein Talent und seinen Charme Millionen begeistert, hatte eben auch eine weniger charmante Seite. Die Crew und seine Kollegen haben es mit Fassung und Humor getragen – und der Erfolg der Filme gab ihnen recht. Heute kann man darüber lachen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum wir Filme so lieben: Sie zeigen uns die perfekte Illusion, aber die Wahrheit dahinter ist oft viel unterhaltsamer.
Source: watson.de News