Sand, wohin das Auge reicht, ein epischer Soundtrack, in dem sogar der Dudelsack seinen Platz findet, und eine hochkarätige Besetzung – das sind die Zutaten, die „Dune: Part Two“ zu einem der erfolgreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten gemacht haben. Seit Kurzem ist der Blockbuster aus dem Jahr 2024 bei HBO Max im Streaming verfügbar, und auch bei RTL+ sowie als Kauf- oder Leihtitel auf Plattformen wie Amazon Prime kann man das Wüstenepos genießen. Der Film, der auf dem zweiten Teil von Frank Herberts legendärem Roman „Der Wüstenplanet“ basiert, sprengte an den Kinokassen alle Erwartungen.
Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an: Nach dem verheerenden Angriff des Hauses Harkonnen auf das Haus Atreides überlebt Paul Atreides (Timothée Chalamet) nur knapp. Gemeinsam mit seiner Mutter Lady Jessica (Rebecca Ferguson) schließt er sich den geheimnisvollen Fremen auf dem Wüstenplaneten Arrakis an. Dort taucht Paul immer tiefer in die Kultur der Wüstenbewohner ein und beginnt, die Rolle des prophezeiten Messias anzunehmen. Der Konflikt mit dem grausamen Baron Harkonnen (Stellan Skarsgård) und seinem skrupellosen Neffen Feyd-Rautha (Austin Butler) eskaliert rasant. Zur Seite steht Paul die Fremen-Kriegerin Chani (Zendaya), zu der er eine tiefe Bindung aufbaut, während er zwischen persönlichen Gefühlen, religiösen Erwartungen und der drohenden Aussicht auf einen galaktischen Krieg hin- und hergerissen ist.
Regisseur Denis Villeneuve, der schon mit „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ Maßstäbe im Sci-Fi-Genre setzte, schafft es erneut, eine bildgewaltige und zugleich intime Erzählung zu inszenieren. Die Landschaften von Arrakis, die in Jordanien und Abu Dhabi gedreht wurden, wirken überwältigend realistisch. Die Kameraarbeit von Greig Fraser fängt die Weite der Wüste ebenso ein wie die bedrohliche Enge der Harkonnen-Festung Giedi Prime. Untermalt wird alles von Hans Zimmers oscarnominierter Musik, die traditionelle Instrumente mit elektronischen Klängen verbindet und so eine einzigartige Klangwelt erschafft. Besonders der Einsatz von Dudelsäcken – ein Novum in Zimmers Karriere – verleiht den Schlachtszenen eine archaische Wucht.
Der Erfolg an den Kinokassen spricht für sich: Weltweit spielte „Dune: Part Two“ laut Box Office Mojo fast 715 Millionen US-Dollar ein – bei einem Produktionsbudget von rund 190 Millionen Dollar. Damit übertraf die Fortsetzung den ersten Teil um mehr als 300 Millionen Dollar; „Dune: Part One“ hatte 410 Millionen Dollar eingespielt. In der Rangliste der erfolgreichsten Sci-Fi-Filme der Kinogeschichte belegt „Dune: Part Two“ damit einen Platz in den Top 20 – noch vor Klassikern wie „Interstellar“ oder „The Matrix Reloaded“. Dass der Film auch bei Kritikern und Fans gleichermaßen punktet, zeigt die hohe Zustimmungsrate von über 90 Prozent auf Rotten Tomatoes. Lob erhielt vor allem die Fähigkeit von Villeneuve, die komplexe politische und ökologische Thematik des Romans zugänglich zu machen, ohne die Tiefe zu opfern.
Ein Grund für den durchschlagenden Erfolg ist zweifellos das Ensemble. Timothée Chalamet beweist einmal mehr, dass er zu den talentiertesten Schauspielern seiner Generation gehört. Seine Darstellung von Paul Atreides zeigt sowohl jugendliche Verletzlichkeit als auch die wachsende Entschlossenheit eines Anführers. Rebecca Ferguson als Lady Jessica bringt eine fragile Stärke in die Rolle der Bene-Gesserit-Schwester, die ihre eigenen Ziele verfolgt. Zendaya als Chani ist das emotionale Zentrum des Films – ihre Beziehung zu Paul ist von tiefer Zuneigung, aber auch von Misstrauen gegenüber den Prophezeiungen geprägt. Neu im Cast ist Austin Butler, der als Feyd-Rautha eine überraschend komplexe und furchteinflößende Performance abliefert. Auch Christopher Walken als Kaiser Shaddam IV. und Florence Pugh als Prinzessin Irulan fügen dem Universum weitere Facetten hinzu.
Die filmische Umsetzung von „Dune“ hat eine lange Geschichte. Frank Herberts Roman von 1965 gilt als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Texte überhaupt und wurde bereits 1984 von David Lynch verfilmt – mit gemischtem Echo. Eine zweiteilige Miniserie des Senders Syfy aus den Jahren 2000 und 2003 konnte ebenfalls keine durchschlagende Popularität erreichen. Erst Denis Villeneuve gelang es, den komplexen Stoff so zu adaptieren, dass er sowohl eingefleischte Fans als auch ein breites Mainstream-Publikum begeisterte. Seine Entscheidung, den Roman in zwei Filme aufzuteilen (ursprünglich waren drei Teile geplant, doch der dritte Teil wurde später bestätigt), erwies sich als goldrichtig. So bleibt genug Raum für die Charakterentwicklung und die politischen Intrigen, ohne das Erzähltempo zu beeinträchtigen.
Die ökologischen und gesellschaftlichen Themen des Romans sind heute aktueller denn je. Die Ausbeutung des Wüstenplaneten Arrakis durch das Spice-Melange – eine Droge, die Raumfahrt ermöglicht und das gesamte Imperium antreibt – ist eine klare Metapher für fossile Brennstoffe und Kolonialismus. Die Fremen, die in der Wüste überleben und eine tiefe spirituelle Bindung zu den Sandwürmern haben, kämpfen für ihre Autonomie gegen die imperialen Mächte. Villeneuve betont diese Aspekte in seinem Film, ohne belehrend zu wirken, und verleiht der Geschichte dadurch eine Dringlichkeit, die über das reine Science-Fiction-Spektakel hinausgeht.
Bereits im Dezember 2025 soll der dritte Teil, „Dune: Messiah“, in die Kinos kommen. Villeneuve hat bestätigt, dass er die Adaption von Herberts zweitem Roman abschließen wird. Timothée Chalamet, Zendaya und weitere Hauptdarsteller werden voraussichtlich zurückkehren. Der dritte Teil wird sich mit den Konsequenzen von Pauls Aufstieg zum Imperator beschäftigen und die Frage stellen, ob ein Messias wirklich die beste Lösung für eine zerrissene Galaxis ist. Der Film verspricht, noch düsterer und philosophischer zu werden als die Vorgänger. Auch wenn es noch keine offiziellen Details zur Handlung gibt, deuten frühere Aussagen von Villeneuve darauf hin, dass er den Stoff als Trilogie betrachtet und ein würdiges Finale liefern wird.
Für alle, die den Film im Kino verpasst haben oder ihn noch einmal erleben möchten, ist jetzt die ideale Gelegenheit: „Dune: Part Two“ läuft nicht nur bei HBO Max und RTL+, sondern wird am 14. Mai auch im Free-TV auf RTL ausgestrahlt. Ab 20:15 Uhr können Zuschauer in Deutschland den Film ohne zusätzliche Kosten sehen. Ob auf der großen Leinwand zu Hause oder unterwegs auf dem Tablet – die epische Reise auf den Wüstenplaneten Arrakis ist nur einen Klick entfernt. Die Mischung aus atemberaubender Optik, grandioser Musik und tiefgründiger Geschichte macht „Dune: Part Two“ zu einem Muss für jeden Science-Fiction-Fan. Tauchen Sie ein in die Welt der Sandwürmer, des Spice und der verfeindeten Häuser – eine Welt, die noch lange nach dem Abspann nachhallt.
Source: watson.de News